Eine der besten amerikanischen Comicserien - bis Heft 122. Mit Steve Ditko und John Romita standen Stan Lee (als Redakteur, Co-Plotter und Texter) Ausnahmetalente zur Verfügung. Daß Lee und Ditko sich aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über einen Plot zerstritten, war eine Katastrophe, für Ditko aber auch für die Comicswelt im Allgemeinen - andererseits hat der Zeichnerwechsel die Serie aus den frühen sechziger Jahre mit einem sehr dramatischen Sprung in die späten sechziger Jahre geholt. Daß Jim Mooney (ein ordentlicher Penciller) als Inker für John Romita an Bord geholt wurde, war eine künstlerische Fehlentscheidung, unter der Spider-Man noch Jahre später zu leiden hatte.
Auf Romita folgte Ross Andru und damit der langsame, aber stetige Niedergang der Serie.
Nicht ganz unschuldig war die Tatsache, daß Marvel mit Spider-Man klotzig Geld verdiente und auf die Idee kam, eine zweite Serie (
Peter Parker bzw. The spectacular Spider-Man) auf die Menschheit loszulassen. Der innere Zusammenhang, Spideys großes Plus und Voraussetzung für seinen damaligen Erfolg, ging flöten.
Irgendwann nach Nummer 200 verlor die Serie jeden Charme. Schade eigentlich.
Bis Heft 136 ist die Serie (mit Ausnahme zweier Zweitgeschichten) komplett und in der korrekten Reihenfolge auf Deutsch erschienen.
Wenn ich das richtig mitbekommen habe, liegen etliche der Hefte inzwischen in guten Übersetzungen, in Originalausstattung und in stabilen Schubern wieder auf Deutsch vor.