H
Heinz Haber

15. Mai 1913 (Mannheim) -
13. Februar 1990 (Hamburg)
Haber war mir einerseits aus dem Fernsehen bekannt, wo er (der selbst anerkannter Wissenschaftler war) eine populärwissenschaftliche Sendung nach der anderen moderierte (als den letzte Überlebende dieser Spezies muß man wohl Joachim Bublath bezeichnen, der aber selbst in seinen besten Momenten den alten Herren nicht das Wasser reichen kann), andererseits aus der im Wissenschafts- und SF-Bereich gutbestückten Bibliothek meines Vetters.

Während meiner Ausbildung zum Kellner (nur einer meiner Berufe), durfte ich Herrn Haber an der Hotelbar bedienen. Seine gut geschriebenen und lesbaren Bücher kamen erst später in meine Bibliothek.

Brüder im All

Brüder im All (1970)
Rowohlt (1972)

Kann es Leben außerhalb der Erde geben? Die bereits von Gene Roddenberry bejahte Frage vertieft Haber in diesem Buch.
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Der Stoff der Schöpfung

Der Stoff der Schöpfung (1966)
Rowohlt (1968)

Haber führt in die Geheimnisse der Materie und der Energie ein.
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Stirbt unser blauer Planet?

Stirbt unser blauer Planet? (1973)
Rowohlt (1975)
Buch zur Fernsehserie

Haber beschäftigt sich mit Naturgeschichte und Naturgesetzen.
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Sebastian Haffner

Raimund Pretzel
* 27. Dezember 1907 (Berlin); † 2. Januar 1999 (Berlin)

Anmerkungen zu Hitler

Anmerkungen zu Hitler (1978)
Kindler (1978)

Sebastian Haffner: Anmerkungen zu Hitler
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Keine Biographie, eher eine Sammlung von Essays zum Thema Hitler.

Ich habe viel über Hitler gelesen und gesehen. Daß ich dieses Buch so spät für mich entdeckt habe, ärgert mich selbst.

Aus unserer heutigen Sicht (heute im 21 Jahrhundert noch mehr als in den siebziger oder achtziger Jahren) ist fast unverständlich, warum die Deutschen der Zwischenkriegszeit derart fasziniert von dieser eigentlich lächerlichen Figur waren. Das Problem ist: die Zeiten haben sich geändert, wir sind (zumindest die Mehrheit der Deutschen) aufgeklärter als unsere Vorfahren. Wir sind skeptischer gegenüber Einflüsterungen. Haffner gelingt es, Hitler aus seiner Zeit heraus zu schildern. Er macht klar, warum man dem Rattenfänger folgte - und warum er letztendlich an sich selbst (und natürlich an den Alliierten) scheitern mußte.

Ein lesenswertes Buch, das ich jedem Geschichtsinteressierten nur wärmstens empfehlen kann.
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Geschichte eines Deutschen

Geschichte eines Deutschen (1939/2000)
DVA (2001)
Geschrieben im Jahr 1939, wurde das Buch erst im Jahr 2000 - nach Haffners Tod veröffentlicht.

Das Buch steht seit Wochen an Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Verdientermaßen.

Ich habe bisher noch nicht viel von Haffner gelesen, obwohl sein Name mir seit Ewigkeiten bekannt ist. Warum hat er dieses Manuskript nicht veröffentlicht? Das wird wohl ein Rätsel bleiben, das Buch liefert jedenfalls keinen Hinweis.

Hervorragend beobachtet, von einem Zeitzeugen geschrieben, während das deutsche Unglück noch anhielt.

Das Buch stützt meine eigenen Erfahrungen: Egal wie groß die geschichtlichen Ereignisse im Moment sind, heisst das nicht, das man als Einzelperson sofort davon betroffen ist.

Ich habe nichts von der Terroristenjagd in den 70er Jahren mitbekommen, keine Schlacht zwischen Hausbesetzern und Polizisten erlebt - und ich bin auch niemand der von der Ausländerhatz der Kohlschen CDU/CSU-Regierung direkt betroffen ist. Aber früher oder später hat das alles doch auch Einfluss auf mein Leben gehabt (als Bartträger im Zug über eine Grenze fahren war jahrelang ein Spießrutenlaufen, in den Innenstädten erlebt man seit Jahren mehr oder (meist) minder freundliche Kontrollen von Polizisten an ausländisch aussehenden Mitbürgern).

Das Buch von Haffner sei wirklich jedem ans Herz gelegt. Bedauerlich, dass er seinen Erfolg nicht mehr erleben durfte.
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Preußen ohne Legende

Preußen ohne Legende (1979)
Goldmann (1982)
Bildteil von Ulrich Weyland (ca. 50 Prozent des Buchumfangs).

Sebastian Haffner: Preußen ohne Legende
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Vorneweg: Das Buch reicht nicht an Haffners Bücher zum Dritten Reich heran.

Andererseits bringt Haffner es fertig das Werden und Sterben eines Kunststaates zu schildern. Einzelereignisse streift er nur im Vorübergehend, schildert dafür immer wieder die großen Zusammenhänge. Über die Menschen erfährt man wenig, über ihre Beweggründe, über ihre Zeit sehr viel.

Kein Buch für Historiker. Kein Buch fürs Nebenherlesen. Ein Buch das Aufmerksamkeit und einiges an Vorwissen erfordert.

Der Bildteil ist großartig, zerreißt aber den Text, weil Bild auf Bild auf Bild folgt. Vielleicht macht es die Hardcoverausgabe dem Leser einfacher zwischen Text und Bild zu unterscheiden (etwa durch unterschiedliche Papierarten).

Kein einfaches Buch, aber eines das sich lohnt.
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Der Selbstmord des Deutschen Reiches

Der Selbstmord des Deutschen Reiches (1970)
Scherz (1970)

Sebastian Haffner: Der Selbstmord des Deutschen Reiches
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Dieses Buch taucht in der Auflistung der Haffnerschen Schriften bei Wikipedia nicht auf.

Das wundert mich nicht.

Es ist gut geschrieben und es enthält viele Dinge, über die es sich lohnt, nachzudenken.

Aber Haffner verfolgt hier einen Gedankenansatz, mit dem er ziemlich alleinsteht.

Daß Hitler keinen Krieg gegen England wollte, darf wohl als gesichert angesehen werden, dass aber Hitler als er erkannte, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen war, unbedingt England und die USA dazu bringen wollte, Deutschland als Waffe gegen die Sowjetunion einzusetzen, dass die Westbindung unter Adenauer als Fortsetzung der hitlerschen Politik anzusehen ist, die letztlich erst mit dem Bau der Mauer endet - das erscheint mir doch etwas gewagt.

Auch wenn Haffner damit einen Weg beschreitet, dem man mehrheitlich wohl nicht folgen wird, so wird er dadurch zum Chronisten der Bundesrepublik zu Beginn der Brandtschen Kanzlerschaft. Die Leistungen Brandts werden dadurch auch für die Nachgeborenen einordenbar - und in ihrer ganzen Größe spürbar.


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Ronald M. Hahn (Herausgeber)

Die Tage sind gezählt

Die Tage sind gezählt (1980)
Anthologie mit niederländischen und belgischen SF-Geschichten.

Mehr von Roland M. Hahn: Heyne Filmbibliothek 73 und 189.

Ronald M. Hahn (Herausgeber): Die Tage sind gezählt
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Erwähnenswert erscheinen mit folgende Autoren:

Harry Mulisch: Alter Ego (Gelijkenis - 1974)
Manuel van Loggem: Die Sexpuppen (Paarpoopen - 1974). - Wurde mir vor allem als Autor von SF-Hörspielen bekannt.

Alter Ego
Gelijkenis

Harry Mulisch - 29.07.1927 (Haarlem) - 30.10.2010 (Amsterdam)
Paul Harley wird beauftragt, einen ziemlich merkwürdigen Überfall (einem Mann wurde der Hut vom Kopf geschlagen, was zu einer lautstarken Auseinandersetzung führte) aufzuklären. Dass zeitgleich ein anderer Mann ganz in der Nähe in den Tod gestürzt ist, scheint nichts damit zu tun zu haben. Ganz plötzlich wird Mijnheer Tiennoppen ständig mit anderen Personen verwechselt.


"Gelijkenis" erschien erstmals 1955 in Het mirakel.

Das ist gut geschrieben, aber man erhält keine Erklärung, warum Tiennoppen ständig mit anderen Personen verwechselt wird. Das ausgerechnet die Person, die ihn am besten kennen sollte, ihn dann nicht wiedererkennt, war ein erwartbarer Gag.

Insgesamt eine eher enttäuschende Geschichte. Mehr von Harry Mulisch finden Sie hier.


Der achtjährige Gott
De achtjaarlijkse god

Eddy C. Bertin - 26.12.1944 (Hamburg-Altona) - 19.05.2018 (Kreta)
Alle acht Jahre kehrt etwas zurück, das von den Menschen als Gott angebetet wird, auch wenn es nur Tod und Zerstörung hinterelässt.

"De achtjaarlijkse God" erschien erstmals im April 1969 in Galax 4. Häufig findet man 1971, aber das bezieht sich auf die gleichnamige Sammlung von Kurzgeschichten.

Lesbar, aber auch mit einer erwartbaren Auflösung.


Das Ende und der Anfang
Grijze Alliantie

Bob Van Laerhoven - * 08.08.1953 (Arendonk)
Die Geschichte spielt in einem Apartheidstaat oder einer Apartheidsstadt. Im Zenrum leben Schwarze ganz für sich, außen Weiße. Der Ich-Erzähler verfügt über die Fähigkeit, Krebs in anderen Menschen zu erkennen und beseitigen zu können. Das nutzt er, den in die Jahre gekommenen Diktator zu töten. Auch der Flucht gerät er in den Bereich der Schwarzen ...

"Grijze Alliantie" erschien erstmals im September 1975 in einer gleichnamigen Geschichtensammlung. Ich glaube nicht, dass diese Geschichte heute noch erscheinen könnte. Dazu tauchen inzwischen mit dem Bann belegte N-Worte viel zu häufig auf. Van Laerhoven zeigt auf, dass die Schwarzen Menschen sind und leiden. Aber dazu braucht man diese Geschichte nicht.

Unklar bleibt, warum der Ich-Erzähler diese Kräfte hat, es bleibt auch unklar, warum der Diktator ein solcher war, da sich die Schwarzen der Geschichte zufolge aus freien Stücken in ihr Ghetto zurückgezogen haben.

Lesbar, aber letztlich eine Enttäuschung.


Deine Liebe ist keine steinerne Blume
Jouw liefde is geen stenen bloem

Thijs van Ebbenhorst Tengbergen - * 14.04.1952 (Den Haag)
In einer fernen Zukunft. Die Sonne stirbt, auf der Erde lebt noch ein Nachfahre der Menschen. Zeitreisende meinen, das Tier würde unter seinen intellektuellen Möglichkeiten legen und wollen das ändern ...

"Jouw liefde is geen stenen bloem" erschien erstmals im 1977 in Dans in de ruimte. Die Übersetzung ins Deutsche erfolgte durch den Autor.

Meine Reaktion auf die Geschichte ist: "Häh?" Der Autor will uns irgendwas sagen, ich weiß nur nicht so recht, was.

Ich habe das Gefühl, eine eigentlich gute Ausgangsidee vorgesetzt zu bekommen, die dann aber im Nichts endet.

Irgendwie schade.

Das Midas-Syndrom
Het Midas-Complex

Julien C. Raasveld - 21.10.1944 - 09.08.2013
Die Menschheit hat den Planeten zugrunde gerichtet. 6 Milliarden Menschen, die nicht mehr ernährt werden können. Temperaturen von 45 Grad Celsius. Menschen opfern sich, damit geliebte Menschen etwas länger überleben können.

"Het Midascomplex" erschien erstmals im 1977 in Het menselijk monster.

Das überzeugt mich nicht mal im Ansatz. Auf sieben Seiten werden Dinge angerissen, mehr nicht.


Ein neuer Anfang auf Onyx
Een grote taak op Onyx

Anton Quintana - 06.09.1937 - 15.10.2017
Serv schließt sich einer Auswanderergruppe an. Als diese auf einem völlig friedlichen Planeten landet, muss er erkennen, dass die menschliche Aggressivität zu Problem führt.

"Een grote taak op Onyx" erschien erstmals im 1973 in Bruna fantasy en horror 16.

Nach mehreren enttäuschenden Geschichtne endlich eine, die durchdacht und interessant ist.


Die Tage sind gezählt
Het museum

Max Dendermonde (Hendrik Hazelhoff) - 17.06.1919 - 24.03.2004
Die Sonne erkaltet. Um nicht zu erfrieren bleibt nicht anderes übrig, als wertvolle Relikte der Vergangenheit zu verheizen.

"Het museum" erschien erstmals im 1976 in Bruna fantasy en horror 49.

Eine gute Idee, die sich aber schnell totläuft.


Die Plagiatoren
Polsuurwerk

Paul van Herck - 19.05.1938 - 19.06.1989
Der Schriftsteller Maurice Lafleur veröffentlich nach einem schweren Unfall, bei dem er zeitweise sein Gedächtnis verlor, einen auf seinem Leben basierenden Roman. Recht schnell stellt sich heraus, dass dieses Werk 20 Jahre vorher bereits von einem anderen anderen Autor veröffentlicht wurde - Wort für Wort identisch. Lafleur wird des Plagiats beschuldigt ...

"Polsuurwerk" erschien erstmals im 1965 in De cirkels en andere fantastische verhalen.

Klasse. Witzig, interessant und wohl durchdacht. Ein Höhepunkt des Bandes.


Das Planetarium des Otze Otzinga
Het planetarium van Otze Otzinga

Reinder Blijstra - 29.08.1901 - 10.07.1975
Otze Otzinga hat in seiner Freizeit ein maßstabgetreues Modell des Sonnensystems gebaut - in dem sich Leben entwickelt.

"Het planetarium van Otze Otzinga" erschien erstmals im 1962 in De Arbeiderspers 133.

Das ist bis zur Auflösung recht originell.

Dass die Geschichte völlig unglaubhaft ist (ein maßstabgerechtes Modell des Sonnensystems in einer Dachkammer würde dazu führen, dass man zwar die Sonne, aber keinen der Planeten sehen würde) vergisst man schnell.


Die Sexpuppen
Paarpoppen

Manuel van Loggem - 08.08.1916 - 08.04.1998
Geschlechtsverkehr ist nicht mehr das Ergebnis gegenseitiger Zuneigung. Vielmehr werden Paare einander zugewiesen. Irgendwann stellt sich Langeweile ein. Als eine Firma lebensechte Sexpuppen auf den Markt bringt, scheint das die Langeweile zu beseitigen, aber nur für kurze Zeit. Schließlich lernt Erik Verduyn eine Frau kennen, die keinen Moment langweilig ist ...

"Paarpoppen" erschien erstmals im Dezember 1972 in Morgen 5.

Ich glaube nicht, dass man diese Geschichte heute so veröffentlichen könnte, da sie aus rein männlicher Sicht geschrieben wurde. Die Auflösung der Geschichte sieht man von weitem kommen, trotzdem ist die Geschichte lesbar.


Die Bewerbung
Antichambreren

Olga Rodenko - * 22.02.1924 (ja, sie scheint 2026 noch zu leben)
Der Ich-Erzähler will sich um eine Stelle als Sekretär bewerben. Im Vorzimmer begegnet er einem Mann, der seit 60 Jahren auf das Vorstellungsgespräch wartet, aber immer nur von einem Zimmer zum anderen geführt wird.

"Antichambreren" erschien erstmals 1976 in Bruna fantasy en horror 49.

Völlig verrückt, ohne logische Auflösung, aber trotzdem gut lesbar.


Eine Frage des Überlebens
Het imperium

Die zweite Geschichte des Autors in diesem Band.
Nach einem Krieg wird eine vergessene Kolonie entdeckt, die innen ganz anders als von außen wahrgenommen wird.

"De raaff" erschien erstmals 1976 in Bruna fantasy en horror 55.

Man wird in diese Geschichte hineingezogen und merkt erst ganz allmählich, das Sein und Schein nicht identisch sind. Nicht die beste Geschichte des Bandes, aber nicht weit davon entfernt.


Homo Imperialis
Het imperium

Gust van Brussel - 12.09.1924 - 20.05.2015
Turku-hit ist Mitglied einer Armeeeinheit, die dafür sorgen soll, dass es zwischen Stadtbewohnern und dem Imperium friedlich bleibt. Als ein Transporter in einem Tunnel gesprengt wird, beginnt für Turku-hit eine Kampf ums Überleben und um Erkenntnis.


"Het imperium" erschien erstmals 1977 in Dans in de ruimte.

Lange Zeit fragt man sich, was das soll. Erst gegen Ende wird klar, dass die angeblichen Herrscher, tatsächlich die Beherrschten sind. Nicht schlecht, aber auch nicht herausragend gut.


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Dashiell Hammett

27. Mai 1894 - 10. Januar 1961

Der Malteser Falke

The Maltese Falcon (1930)
Goldmann (ca. 1973)
Brigid O'Shauhnessy wird von Gangster verfolgt. In Ihrer Not wendet sie sich an... nein, nicht an Dixon Hill... sie wendet sich an Sam Spade. Stunden später wird dessen Partner Miles Archer erschossen ...

Ein Roman, der Massstäbe gesetzt hat. Ganz anders als die Whodunnits, die ich so schätze. Ein literarischer Krimi, wie uns heute viel zu viele langweilen (was dieser hier nicht tut).

-zigfach verfilmt. Am besten mit Humphrey Bogart (leider auf Deutsch von dem großen Arnold Marquis synchronisiert - Joachim Kemmer wurde erst später zu Bogarts Synchronsprecher).
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The thin man

The thin man (1934)
Vintage Books (1972)
Hammett: The thin man
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Nick Charles, ein ehemaliger Detektiv wird über alte Bekannte in einen Mordfall hineingezogen, in dem er kaum ermittelt, aber heftig hin und hergeschubst wird.

Ach ja, wer kennt Sie nicht: Nick und Nora Charles plus Asta. Das reiche, dem Alkohol zusprechende Pärchen, das immer in spannende Geschichten verwickelt wird.

Hier ist die Vorlage. Der einzige Roman um Familie Charles und gleichzeitig der letzte Roman von Agent-X9-Co-Erfinder Dashiell Hammett. Dauerhaft ins Gedächtnis eingegraben haben sich die Figuren durch die Filme mit William Powell und Myrna Loy in das kollektive Gedächtnis eingeprägt.

Hammett hatte sich in eine Ecke geschrieben, aus der er nicht mehr herauskam, über 25 Jahre nicht - und deshalb gab es keine weiteren Romane von ihm. Für mich eine schauderhafte Vorstellung.
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Erik Fosnes Hansen

Choral am Ende der Reise

Salme ved reisens slutt (1990)
Bertelsmann (1990)

* 06.06.1965 (New York)

Erik Fosnes Hansen - Choral am Ende der Reise
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Das Buch ist mit Preisen überschüttet worden. Verdient. Und doch: warum eigentlich?

Hansen schildert das Leben von Mitgliedern der Titanic-Bordkapelle.

Das war's dann auch schon.

Warum ein Buch über die Titanic-Musiker, wenn es sich nicht um die (reale) Gruppe um Wallace Hartley handelt?

Die Titanic spielt in diesem Buch kaum eine Rolle. Ja, die Mitglieder der Kapelle treffen sich dort. Aber mehr als Musizieren (und schließlich sterben), machen sie an Bord nicht.

Hansen schlachtet den Mythos aus, um mehr Leser zu erhalten. Das ist alles.

Ein Ärgernis.

Noch dazu ein schlecht geschriebenes - am Anfang. Am liebsten hätte ich auf den ersten Seiten meinen roten Stift zur Hand genommen und den ganzen Text korrigiert.

Ein schlechtes Buch.

Ein Buch, dass die Vorgeschichten der erfundenen Musiker in epischer Breite erzählt. Ein Buch, das in diesen Vorgeschichten seine wahren Stärken hat. Die Vorgeschichten hätten auch ohne den aufgepropften Mythos Titanic bestehen können. Die Vorgeschichten steuern nicht auf ein Endziel hin. Sie sind spannend, interessant (und deutlich besser geschrieben als der Anfang des Buches).

Ein Buch, das aus unabhängigen Episoden besteht, da die Personen nie wirklich miteinander interagieren.

Ein Buch, das unter Vorspiegelung falscher Tatsachen daher kommt - und das überhaupt nicht nötig hat.

Ein Buch.

Ein Ärgernis.

Und doch preiswürdig.
Mehr zum Thema

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William Harrington

Columbo: Tod des Verführers

Columbo: The game show killer (1996)
Bastei (1998)
Basiert auf der Fernsehserie von Richard Levinson & William Link.

Ein Rechtsanwalt überzeugt das Nummerngirl einer Quizshow davon, dass ein weltbekannter, aber abgetakelter Schauspieler für den Tod der gemeinsamen, unehelichen Tochter verantwortlich ist. Er schmiedet einen Plan, der ihm einen Gläubiger vom Halse schafft, sie wird zu seinem Werkzeug.

Ein kurzweiliger, aber kaum über Jerry-Cotton-Niveau hinausreichender Roman, in dem Columbo recht gut getroffen ist.
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Robert Harris

Robert A. Harris & Michael S. Lasky

Alfred Hitchcock und seine Filme

The films of Alfred Hitchcock (1976)
Goldmann (1979)

Robert A. Harris ist Filmhistoriker und hat sich als Restaurator einen Namen gemacht.

Robert A. Harris & Michael S. Lasky: Alfred Hitchcock und seine Filme
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Eine Auflistung der Filme, mit nicht endenwollenden Inhaltsangaben, aber wenig bis gar keine Hintergrundinformationen, großformatigen Fotos (wenige davon nicht direkt aus dem Film), wie bei solchen Büchern üblich fehlen für Deutschland wichtige Angaben zur Synchronisation und zu Kürzungen - aber da erwarte ich wohl für ein Buch aus dieser Zeit etwas zuviel.
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Walter Harris

Die weiße Ratte

To catch a rat (1976)
Bastei (1978)
Buch zur TV-Serie.

Walter Harris: Die Weiße Ratte
Ein in der DDR stationierter britischer Agent, arbeitet als "Die Weiße Ratte"tatsächlich für die Gegenseite, heuert einen anderen britischen Agenten als Doppelagent an, lässt einen dritten Agenten scheinbar ermorden, der aber nach einigen Jahren von einer Amnesie geheilt wird und sich auf die Jagd nach der Ratte.

Wahrscheinlich habe ich "The new Avengers" irgendwann gesehen. Erinnerungen daran sind aber nicht vorhanden. Steed spielt im Buch, das auf Folge 7 aus Season 1 basiert, bestenfalls eine Nebenrolle und scheint mir auch nicht besonders gut getroffen.

Harris schreibt lesbar, aber wenig aufregend. Alles ist kurz, kurz, kurz und sehr schnell. Echte Spannung kommt an keiner Stelle auf.



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Christopher Hart

Comiczeichnen leichtgemacht - Helden und Schurken

How to Draw Comic Book Heroes and Villains (1995)
Taschen (1998)

Hart: Comiczeichnen leicht gemacht
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Hart scheint der Oberguru der "How to draw"-Bücher zu sein. Sein Buch ist ein Ratgeber für Jugendliche, die sich für das Thema interessieren. Er streift einige Themen nur kurz (Perspektive), lässt aber viel Platz für Illustrationen. Das ist der große Vorteil und leider auch der große Nachteil des Buches.

Gray Morrow und Frank Springer sind Meister ihres Faches. Sie wissen was sie tun. Die von ihnen beigesteuerten Bilder sind hervorragend. Wirklich.

Leider stammt der größte Teil der Illustrationen von Frank McLaughlin. Und mit ihm hatte ich schon immer ein Problem, seit er in den siebziger Jahren Nachfolger von Dick Giordano als Inker von z.B: Irv Novick wurde. Einige der von ihm gelieferten Seiten sind hervorragend - und zwar immer dann, wenn man erkennt, dass er viel von Dick Giordano gelernt hat. Aber viel zu viele seiner ganzseitigen Illustrationen sind einfach nur ... schlecht. Aber wahrscheinlich liegt das wie immer bei Kunst, im Auge des Betrachters.

Taugt das Buch etwas?

Ich weiß nicht so recht. Mir selbst hat es nichts Neues aufgezeigt, aber mit Mitte fünfzig gehöre ich sicher nicht zur Zielgruppe des Bandes.


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Susanne Hart

Abenteuer mit Daktari

Life with Daktari (1969)
Buchgemeinschaft (1970)

Hart: Abenteuer mit Daktari
Ein Buch das ich in meiner Jugend immer wieder gelesen habe. Sehr eindrucksvoll schildert Hart das Leben eines Tierarztes in Afrika. Bei diesem Titel versteht es sich fast von selbst, dass die Harts die Vorlage für die Fernsehserie Daktari lieferten.
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Hugo Hartung

Ich denke oft an Piroschka

Ich denke oft an Piroschka (1954)
Ullstein (2002)
* 17. September 1902 (Netzschkau/Vogtland) - † 02. Mai 1972 (München)

Hartung: Ich denke oft an Piroschka
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Auf einer Ungarnreise verliebt sich der Student Andreas zunächst in die bereits verlobte Greta, dann verliebt sich die junge Piroschka in ihn.

Der Name des Ortes ist unaussprechlich, meine Hochachtung für Gustav Knuth ist bei jeder Erwähnung gestiegen. Sagen Sie dreimal schnell hintereinander Hódmezovásárhelykutasipuszta und Sie wissen was ich meine.

Das Buch dürfte (unverdientermaßen) heute fast unbekannt sein, der Film ist umso bekannter. Ein Juwel unter den deutschen Filmen der 1950er.
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Simon Hawke

Batman: Im Fadenkreuz

Batman: To stalk a spectre (1991)
Goldmann (1992)
*1951

Pseudonym von
Nicholas V. Yermakov

Siehe auch unter Star Trek.
Basiert mehr auf den Filmen denn auf der Comicserie.

Ein Heckenschütze terrorisiert Gotham City ...

War ganz nett.
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Stephen Hawking

Eine kurze Geschichte der Zeit

A brief history of the time (1988)
Rowohlt (1998)

Ein sehr gut lesbares, verständliches Buch - was bei dieser Materie nicht selbstverständlich ist. Hawking, der ja kaum mehr ist, als ein Gehirn, das auf einen Rollstuhl geschnallt wurde, beweisst eindrucksvoll, dass es letztendlich nicht auf den Körper ankommt, sondern nur auf den Geist.
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Emily Hawkins (Text) & Gary Walton (Zeichnungen)

Titanic

Titanic (2012)
Ravensburger (Januar 2012)

Emily Hawkins & Gary Walton: Titanic
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Ein Pop-Up-Buch, das einige Informationen zur Titanic, dem Untergang, der Rettung etlicher Passagiere und die Nachwirkungen liefert.

Ds ist recht kurz gehalten, aber die Zeichnungen sind gelungen und die Pop-Ups eindrucksvoll.
Ob das für Kinder taugt? Ich wage es zu bezweifeln. Wer sich für das Schicksal der Titanic interesssiert, wird nichts Neues finden.

Ich denke, das ist etwas, was man sich nicht selber kauft, sondern von jemandem geschenkt bekommt, der vom Titanic-Interesse weiß. Ich selbst habe das Buch in einer "Zu verschenken"-Kiste gefunden. Gekauft hätte ich es mir nicht.


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