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1001 Nacht
1001 Nacht (Alf Laila wa-Laila) ist natürlich nicht der Name des Autors, aber unter diesem Titel während die Märchen, die in ihrem Ursprung alles andere als Kindergeschichten sind, vertrieben. Warum sollte ich das ändern?
Die Geschichten sind über viele Jahre geschrieben oder gesammelt worden. Sie wurden im 9. Jahrhundert zum ersten mal unter dem Titel Tausend Abenteuer zusammengefaßt und wohl im 16. oder 17. Jahrhundert in die endgültige Form gebracht. Damit bringt 1001 Nacht es fertig so alt zu sein, wie man als Laie annimmt - und gleichzeitig sehr viel jünger.
Die Rahmengeschichte um Sheherazade ist wohl jedem bekannt, die meisten von ihr erzählten Geschichten eher nicht.
Komplettausgaben sind mir in meinem Leben nur selten begegnet, viel öfters heißt es "Geschichten aus 1001 Nacht", was ja schon auf den Ausschnittcharakter hindeutet.
Auch in meiner Sammlung finden sich nicht alle Geschichten, dazu begeistert mich das Genre zu wenig.
Orientalische Liebesgeschichten
Heyne (1968)

Erotische Liebesgeschichten, die definitiv nicht für Kinder sind.
Die drei Damen aus Bagdad und andere Geschichten
Goldmann (?)
Teil einer Gesamtausgabe.

1. bis 19. Nacht
Der Haschischesser und andere Geschichten
Goldmann (?)
Teil einer Gesamtausgabe

113. bis 150. Nacht
Alaeddin und die Wunderlampe/Ali Baba und die vierzig Räuber
Goldmann (1970)
Zusatzband

Eigentlich kein Bestandteil von 1001 Nacht, werden die beiden Geschichten aber immer wieder als dazugehörig betrachtet. Daher tat Goldmann gut daran, sie als Zusatzband zu publizieren.
Walter Talmon-Gros
Französisch in der Tasche
Französisch in der Tasche (1959)
Ullstein (1960)

Ich liebe Frankreich. Vor allem Paris. Wenn ich nicht in Stuttgart leben würde, gäbe es für mich nur eine Stadt auf der Welt, in der ich gerne leben würde - richtig geraten, das ist Paris.
Mein Französisch ist leider nicht besonders gut. Das liegt sicher daran, daß ich kein Mensch bin, der sich hinsetzen und auf Kommando lernen kann. Ich bin jemand, der eine schnelle Auffassungsgabe hat und bei guten Lehrern, gut und nachhaltig Wissen speichern kann. Stupides Auswendiglernen ist nicht mein Ding.
Auf dem Gymnasium hatte ich leider Lehrer, die den Unterrichtsstoff auf eine Weise vermittelten, mit der ich nichts anfangen konnte. Damals war man noch nicht so weit, daß außergewöhnlich begabte Kinder (zu denen mich etliche Lehrer zählten, gleichzeitig aber meinten: " wenn er nur nicht so faul wäre") gefördert wurden.
Nun ja, es ist lange her. Alles lamentieren bringt nichts mehr.
Meine Französisch-Noten waren alles andere als berauschend. Meist irgendwo zwischen vier und fünf, als ich von der Schule abging, hatte man mir eine sechs ins Zeugnis geschrieben.
Inzwischen lese ich hin und wieder Comics auf französisch. Aber so gut wie mein Englisch wurde diese an sich wundervolle Sprache nie.
Bin ich in Frankreich, versteh ich fast alles, was man mir sagt, was man mir zum lesen präsentiert - nur mit dem aktiven Wortschatz hapert es. Ein, zwei Monate in Frankreich - und das Problem wäre wohl gelöst.
Manfred Taut
James Bomb jagt Queen Kong
James Bomb jagt Queen Kong (1987)
Moewig (1987)

Satire. Im Film? Im Comic? Gut und schön. In beiden Medien gibt es gute Beispiele. In Prosaform? Als Kurzgeschichte - ja. Als Roman? Wenn man daran denkt, was als Satire gemeint war und heute nicht mehr so verstanden wird (z.B.
Gullivers Reisen), kann man die Probleme ermessen.
Manfred Taut hat sich auf schlüpfriges Terrain gewagt - und versagt! Wie er einen Verlag gefunden hat, der diesen Mist auf den Markt gebracht hat, ist mir ein Rätsel.
John Tessitore
Ein Hauch von Nerz
That touch of mink (1963)
Heyne (1963)
Ein amüsantes Buch zu einem amüsanten Film.

Philip Shayne ist ein reicher Junggeselle, dem alles zufliegt. Nur mit Miss Timberlake klappt es nicht auf Anhieb, obwohl sie hin- und hergerissen ist.
Albrecht Thiebes
Der zahme und sprechende Wellensittich
Der zahme und sprechende Wellensittich (1952)
Albrecht Philler (1982)
Bearbeitet von Georg A. Radtke

Wellensittiche gab es in meiner Familie schon so lange ich denken an. Bei meiner Tante (wo in späteren Jahren neben einer kaum überschaubaren Zahl von Wellensittiche eine stetig wachsende Zahl von Nymphensittichen einen dreißig Jahre gewachsenen Gummibaum totnagte), bei meinen Großeltern (dort hieß der Vogel immer Hansi) und auch bei uns.
Zugegeben, weder ich noch meine Geschwister kümmerten sich um unseren Wellensittich (der natürlich ebenfalls Hansi hieß), trotzdem war es für mich ein Schock, als der Vogel plötzlich nicht mehr da war.
In meiner ersten Wohnung schaffte ich mir 1982 einen gelbgrünen Wellensittich an, den ich Kathrin nannte (nach meiner eben verflossenen Freundin). Nachdem dann meine Katze Renate zu mir kam (benannt nach Kathrins Schwester), kamen dann andere Wellensittiche hinzu, etliche in der auf dem Wohnzimmerschrank angebrachten Voliere geboren. Kathrin war, wenn ich mich jetzt recht erinnere, 13 Jahre alt als sie starb.
Er wurde hinter dem Haus meiner Großeltern beerdigt (Kathrin war ein Männchen, wie sich erst nach Monaten zeigte).
Bis heute habe ich ein Faible für Wellensittiche - egal in welcher Farbe.
Ludwig Thoma
Der Münchner im Himmel
Der Münchner im Himmel (1911)
DTV (1967)
Ludwig Thoma - allein der Name ließ bei mir die Nackenhaare zu Berge stehen. Ludwig Thoma, das ist für mich der Vorlagenlieferant von -zig Hansi Kraus-Filmen und von Bayern-Kitsch.

Es gibt wohl kaum einen Autor, dessen Werk weiter von seinem Ruf entfernt ist. Hier werden witzige, treffsichere Humoresken präsentiert (die Titelgeschichte ist nur 4 Seiten lang), die man unbedingt gelesen haben sollte.
Axel Thorer
Casablanca
Moewig (1990)
* 29. November 1939 (Tanga, Tanganjika)
Ich weiß nicht, woher ich Axel Thorer kenne. Vielleicht aus der Bunten. Auf jeden Fall ist er einer der Journalisten, dessen Gesicht sich einprägt. Verantwortlich dafür ist der mächtige Schnauzbart.
vergrößernMan ist versucht zu sagen: "Noch ein Buch über Casablanca. Noch ein Buch, das die Welt nicht braucht."
Falsch - zumindest wenn man Casablanca-Fan ist. Thorer hat die (damals) überlebenden Mitwirkenden besucht und zumindest kurze Interviews und damit Einblicke erhalten. Damit wird das Buch fast zur Pflichtlektüre.
Ärgerlich, daß auch Thorer kaum auf die deutsche Synchronisation eingeht. Immerhin wird Joachim Kemmer in einem Nebensatz erwähnt. Für ein von einem Deutschen geschriebenen Buch ist mir das jedoch zu wenig.
Mehr zu Casablanca:
Heyne Filmbiliothek 62
Jean-Paul Tibéri
La Bande dessinée et le Cinéma
La Bande dessinée et le Cinéma (1981)
Regards (1981)
Unter Mitarbeit von Christian-Jaque, C. Marcello, Morris, J-P. Talbot
Tibéri ist auch Co-Autor von
L'Univers de Morris.
vergrößernFür mich ein Standardwerk zum Thema Film/Comics, daß sich nicht nur auf Comicverfilmungen beschränkt (viele davon - wie die Tintin-Realverfilmungen - wurden in Deutschland meines Wissens nie gezeigt) sondern auch gemeinsame Bildsprachen und Ausflüge Comicschaffender in die Welt des Films.
Ich habe das Buch bei einem meiner ersten Paris-Aufenthalte gekauft und noch in Frankreich (zum ersten Mal) gelesen.
A standard-work about the topic film / comic whose is broader than mere comic-films (many of them - like the Tintin-Movies with real actor - were to my knowledge never shown in Germany).It also shows that comic and film use the same picture-languages and that some artist worked for the film-industrie.
I bought the book in Paris and read it (for the first time) there from beginning to the end.

John Ronald R. Tolkien
Der kleine Hobbit
The Hobbit (1937)
DTV (1974)

Der Hobbit Bilbo Beutlin verpflichtet sich, den Zwergen bei der Rückgewinnung ihres geraubten Schatzes zu helfen...
Ich weiß, ich bringe ca. die Hälfte der Menschheit gegen mich auf, aber: Das Buch ist stinklangweilig (wobei ich gestehen muß, daß es 20 Jahre her, daß ich es gelesen haben).
Elleston Trevor
The flight of the Phoenix
The flight of the Phoenix (1964)
Pan (1965)
Trevor Duley Smith
17.02.1920 (Bromley, Kent, England) - 21.07.1995 (Cave Creek, Arizona)

Ein hervorragendes Buch, über einen Flugzeugabsturz in der Wüste. Um zu überleben, bauen die Überlebenden aus den Trümmern der Maschine ein neues Flugzeug. Der ständig wachsende Durst, die nicht endenwollende Verzweiflung sind perfekt wiedergegeben.
Das Buch leidet nur unter: dem Film mit James Stewart, Hardy Krüger und etlichen anderen Stars, das die Geschichte eins zu eins, hervorragend umgesetzt wiedergibt (wer behauptet, ein Film könne die Handlung eines Buchs nicht adäquat wiedergeben, hat entweder keine Ahnung, oder er will nur von seiner Talentlosigkeit ablenken).
Thaddäus Troll
Thaddäus Troll war das Pseudonym von Hans Baier
Hier gilt es eine kurze Geschichte zu erzählen. In der Stadtbücherei von Stuttgart wurden früher Lesungen aufstrebender Autoren abgehalten.
Eines Tages bin ich in das Büro des Chefs des Wilhelmspalais (dort befindet sich die Stadtbücherei) marschiert und wollte ein Manuskript loswerden. Er war so freundlich, mir die Adresse des Vereins zu geben, der für die Lesungen verantwortlich war.
Dorthin sandte ich mein Manuskript (ich glaube, es war "Liebe und Tod") und erhielt Wochen später ein nettes, aufmunterndes Ablehnungsschreiben (das mir leider verloren gegangen ist) von Thaddäus Troll.
Dafür wollte ich mich persönlich bedanken und bin - nachdem ich die Adresse herausbekommen hatte - zu seinem Haus gefahren. Dort wurde ich von seiner dicklichen Haushälterin abgewimmelt, aber wenigstes konnte ich ein weiteres Manuskript ("Roland und Patricia"(?)) in seinen Briefkasten werfen.
Kurze Zeit später beging Troll Selbstmord.
Bis heute denke ich immer wieder, das es mit meinem Manuskript zu tun hat.
Der himmlische Computer und andere Geschichten
Der himmlische Computer und andere Geschichten (1978)
DTV (1985)
vergrößernEine Sammlung witziger Anekdoten, abgerundet durch einen Blick auf das Leben des Autors (der bei dieser Gelegenheit sein - eh nicht geheimes - Pseudonym lüftet).
Deutschland, deine Schwaben
Deutschland, deine Schwaben (1967)
Hofmann und Campe (1967)/Rowolth (1970)
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Treffend beobachtet, witzig geschrieben.
Die gleichnamige Fernsehserie vergammelt im Archiv - oder wird zwischen Witzen zweier unkomischer, mäßig bis gar nicht talentierter Darsteller versendet. Eine Schande für das deutsche Fernsehen.
Preisend mit viel schönen Reden
(1972)
Rowolth (1975)

Theater von hinten
Sanssouci (1955)

Diverse Glossen rund ums Theater.
François Truffaut
Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?
Le cinéma selon Hitchcock (1966)
Heyne (1992)
06.02.1932 (Paris) - 21.10.1984 (Neuilly)

Ein Interviewbuch von einem guten Regisseur mit einem mitunter genialen Regisseur.
Pflichtlektüre für jeden der etwas mit Kino zu tun hat - egal ob Profi oder Fan.
Markus Tschernegg
Das war Primo
Das war Primo (1986)
Edition Comic-Forum (1986)

Tschernegg hat sich als Übersetzer einen Namen gemacht. Dieses dünne Büchchen bringt im einen Teil ein nicht endenwollendes, aber auch nach mehrfachen Lesen immer noch interessantes Interview mit Peter Wiechmann, in der anderen Hälfte eine ermüdende und nicht besonders tiefschürfende (weil auf Original-Titel und Erstveröffentlungsdaten verzichtende) Auflistung der Serien.
Ein Buch, das ich nicht mehr missen möchte. Irgendwann kauf ich mir auch das Zack-Pendant.
Tschernegg made himself a name as translator. This thin book brings in a not ending interview with Peter Wiechman, that even after multiple readings is still interesting. The other half a wearing and not particularly interesting (because abstaining on original-titles and dates of first publication) listing of the series.

Mark Twain
Tom Sawyer / Tom Sawyers Abenteuer
Tom Sawyer (1876)
Ueberreuter (1976)/Ravensburger (1968)
Pseudonym von Samuel Longhorn Clemens
30. November 1835 - 21 .April 1910
Mark Twain ist einer der besten (wenn nicht der Beste) amerikanische Autoren des 19. Jahrhunderts. Er selbst wird gern von Autoren in Geschichten eingebaut (
Bonanza,
Star Trek usw.).

Tom und sein Freund Huck sind ganz normale Jungs, die auch Unfug im Kopf haben. Doch als sie Zeuge eines Verbrechens werden, wird aus dem Spiel plötzlich Ernst.
Mehrfach verfilmt, auch für das Fernsehen.
© 2010 by
