S
Williams Shakespeare

The taming of the shrew

The taming of the shrew (zwischen 1592 und 1596)
Penguin (1976)
26. April 1564 - 23. April 1616

Mich wundert es nicht, daß Shakespeare in manchen Teilen Amerikas zensiert wird. Er ist viel moderner als einige heutige Autoren, manchmal sehr derb, manchmal ungeheuer witzig.

Ich bin über Cole Porters Kiss me Kate an dieses Stück gekommen und war begeistert. Gegen Shakespeare sind Goethe und Schiller verklemmte Zwerge.


Irwin Shaw & Ronald Searle

Paris! Paris!

Paris! Paris! (1976,1977)
Heyne (1982)

Shaw & Searle: Paris! Paris!
Ein Buch? Zwei Bücher!
Der Amerikaner Shaw und der Engländer Searle werfen, unabhängig voneinander, einen Blick auf die Lieblingsstadt von Ralf H. (neben Stuttgart).

Trotzdem: Ich bin mir nicht sicher,ob ich das Buch je gelesen habe.


Don Shay & Jody Duncan

Jurassic Park

The making of Jurassic Park (1993)
Droemer Knaur (1993)

Shay & Duncan: Jurassic Park
Jurassic Park ist eines von Michael Crichtons besten Büchern - und mit Sicherheit sein bekanntestes.

Ein Making off-Buch, das zwar reich bebildert ist, das aber das "Wie haben die das gemacht" auf den Text beschränkt.

Interessant und lesenswert, aber die Möglichkeiten wurden bei Weitem nicht ausgeschöpft.





Mary Wollstonecraft Shelley

Frankenstein oder Der neue Prometheus

Frankenstein or The modern Prometheus (1818)
DTV (1972)

Mary Shelley: Frankenstein
Frankenstein erschafft künstliches Leben, das sein Leben zerstört.

Entweder erzählt man viel über den Roman oder gar nichts. Wer die Filme kennt - egal welchen -, kennt nichts oder fast nichts vom Roman.

Ich habe die Geschichte zum ersten Mal vor dreißig oder noch mehr Jahren gelesen.

An dieser Ausgabe ist schon der ungenaue Titel ("der neue Prometheus" statt "der moderne Prometheus"), außerdem die altmodische Sprache, die eher vom Inhalt wegführt, als den Leser gefangen zu nehmen.

Ein Buch ohne auch nur eine sympathische Figur, trotzdem ein Roman der gefangennimmt. Ein Roman, auf den man sich einlassen sollte.
Gedanken während der Lektüre


Jess Shelton

Daktari

Daktari (1969)
Frank Schneider (1969)

Buch zur Fernsehserie von Ivan Tors. Die Serie gehört sicher nicht zu jenen, die man immer und immer anschauen muß, aber hin und wieder macht es Spaß, Marsh Tracy, seine Tochter Paula, Mike, Hedley (unvergessen die Stimme vom Thomas Reiner) und natürlich Judy und Clarence.

Das Buch enthält einige Schwarz-weiß-Fotos und einige Zeichnungen von Werner Heymann.


Irving Shulman

West Side Story

West Side Story (1961)
Pocket (1967)

Bücher zum Film?

Okay.

Bücher zum Musical?

Furchtbar - jedenfalls dieses. Der Autor strengt sich an, das soll gar nicht verschwiegen werden, aber er füllt Lücken, die nicht gefüllt werden sollten. Riff Lorton? Maria Nunez? Die Jugendlichen in der West Side Story hatten aus gutem Grund keine Nachnamen. Shulman hält sie für notwendig, weil er letztendlich nichts verstanden hat (im Musical haben nur die Polizisten Nachnamen, alle anderen Erwachsenen werden nur mit Spitznamen angeredet).


Bastian Sick
* 17. Juli 1965 (Lübeck)

Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod

Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod (2004)
Kiepenhauer & Witsch (2004)

Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod vergrößern
Eine Sammlung der Zwiebelfisch-Kolumnen. Um mit einem Irrtum gleich von vorneherein aufzuräumen: Bastian Sick ist nicht lustig. Er nervt, legt Finger in die Wunden, versucht kurzweilig zu sein - ist es aber meistens nicht, auch wenn seine Ansichten sehr interessant sind.

Das Buch ist interessant, seine Vorträge sind es auch ... aber er ist auch anstrengend. Das Buch kann man nur häppchenweise zu sich nehmen.

Wer an der deutschen Sprache interessiert ist, sollte einen Blick in das Buch werfen.


Wolfram Siebeck

Klappe zu - Affe tot

Klappe zu - Affe tot (1973)
DTV (1977)

Wolfram Siebeck ist ein sympathischer, überaus penibler Gastrokritiker. Seine Artikel (z.B. im Stern) sind wegen ihrer - durchaus berechtigten - Penetranz manchmal etwas schwer verdaulich.

Kleine Humoresken. Allesamt lesenswert.


Amadeus Siebenpunkt

Deutschland, deine Badener

(1975)
Rowohlt (1979)

Amadeus Siebenpunkt ist das Pseudonym von Herbert Doerrschuck.

Witzig, aber längst nicht so gut, wie Thaddäus Trolls Deutschland deine Schwaben.


Friedrich Sieburg

Kleine Geschichte Frankreichs

Kleine Geschichte Frankreichs (1964)
Ullstein (1967)
18.05.1893 (Altena, Westfalen) - 19.07.64
U.A. verantwortlich für das Literaturblatt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"".
Mit einem Schlußkapitel "Von der Vierten zur Fünften Republik" von Nikolas Benckiser.

Geschichte gehört zu den faszinierendsten Sujets (auch jenseits von Romanen). Dieses kleine Buch verschafft einem einen Überblick und mehr Verständnis für die Geschichte unserer französischen Nachbarn.


Robert Silverberg

Der zweite Trip

The second trip (1972)
Goldmann
Eine Kurzgeschichte von Silverberg findet sich in Mehr Abenteuer von Batman.

Nat Hamlins Bewußtsein wurde ausgelöscht und durch das Bewußtsein von Paul Macy ersetzt. Doch die Bewußtseinslöschung war nicht perfekt. Ein Kampf zwischen Macy und Hamlin beginnt. Ein Kampf zwischen Gut und Böse.


Johannes Mario Simmel

Es muß nicht immer Kaviar sein

Es muß nicht immer Kaviar sein (1960)
Knaur (?)

Simmels Roman um einen harmlosen Koch, der verdächtigt wird, von allen Kriegsparteien für einen Spion der Gegenseite gehalten wird. Sehr witzig, sehr spannend und sehr gut zu lesen.

Die Filme mit O.W. Fischer sind bekannter als die Fernsehserie mit Siegfried Rauch, die dafür jedoch besser ist (und in irgendeinem Archiv vergammelt).


Werner Skrentny

Wo Hitchcocks Vögel schreien

Wo Hitchcocks Vögel schreien (2002)
Europa Verlag (2002)
* 1949

Werner Skrentny
Ein peinlicher Rechtschreibfehler auf der Umschlagrückseite (Kevin Kostner) ließ mich sehr skeptisch an das Buch herangehen. Völlig grundlos. Das Buch ist für jeden Filmfan eine Fundgrube an Wissen. Sollte ich jemals nach Amerika fliegen (sehr unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie), wird dieses Buch in meinem Gepäck liegen.


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