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Walter Moers

Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär (1999)
Goldmann (2001)
Basiert auf der Fernsehserie, die vor allem im Rahmen der Sendung mit der Maus präsentiert wurde (früher auch im ARD Morgenmagazin).

Moers: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär vergrößern
Das Leben des Käpt'n Blaubär, von seinem ersten bewußten Gedanken mitten auf dem Meer, über eine Insel, die ihn fast frißt, seine Schulzeit in einem Berg, seine Wanderungen durch eine ziemlich seltsame Wüste bis zu seiner Zeit als Lügengladiator in Atlantis.

Ein Buch, das sich nicht beschreiben läßt. Man muß es gelesen haben.

Wahrscheinlich der verrückteste deutsche Roman, der je publiziert wurde. Walter Moers schafft ein Universum, das - obwohl völlig absurd - in sich geschlossen ist.










Molière

Tartuffe, Amphitryon, Der eingebildete Kranke


(1644, 1668, 1673)

Goldmann (1973)
Molière (d.i. Jean Baptiste Poquelin) 1622-17.02.1673

Das Erstaunliche an Molière ist, daß seine Komödien zum großen Teil auch heute noch zum Lachen reizen (im Gegensatz zu deutschen Komödien - Ausnahme: Der zerbrochene Krug von Kleist). Man denke nur an Der Geizige (in der Bearbeitung von Thaddäus Troll: D'r Entaklemmer)


Michael Moorcock

Der Herr der Lüfte

The warlord of the air (1971)

Heyne (1982)

Einen englischen Kolonialoffizier verschlägt es aus dem Jahr 1902 in das Jahr 1973. Aber in was für ein 1973. Es gab keine Weltkriege, in Rußland herrscht noch immer ein Zar, in Deutschland ein Kaiser, Ronald Reagan ist Pfadfinderführer, Lenin lebt noch usw...

Eine ziemlich verrückte Geschichte.


Robert Morley

Morley Marvels

Morley Marvels (1976)

Coronet (1976)
26.05.1908 (Semley, Wiltshire, Großbritannien) - 03.06.1992

Morley war ein recht bekannter Schauspieler, dessen Gesamtwerk sich sehen lassen kann. Am häufigsten dürfte er den Zuschauern in Der Wachsblumenstrauß begegnen, einem der vier Miss Marple Filme mit Margaret Rutherford.

Morley
Wunderbar geistreich und witzig erzählt Morley eine Anekdote nach der anderen.


Herrmann Mostar

Weltgeschichte höchst privat

Weltgeschichte höchst privat (1954)

Ullstein (1962)
Gerhart Herrmann
08.09.01 (Gerbitz) - 08.09.1973 (München)


Mostar
Geschichtsschreibung einmal anders. Humorvoll, als Klatsch getarnt. Unbedingt lesenswert.


Harry Mulisch
29.07.1927 (Haarlem) - 30.10.10 (Amsterdam)

Augenstern

De Pupil (1987)
Augenstern (2003)

Mulisch: Augenstern
Gleich nach dem Krieg läßt sich ein junger, wenig zielstrebiger Niederländer von einer alten Dame nach Italien einladen.

Ein Roman? Nein, auch wenn das vorne drauf steht. Selbst in Großschrift umfaßt die Geschichte nur 131 Seiten. Eine Novelle - vielleicht. Eher eine Kurzgeschichte.

Egal als was man es bezeichnen möchte, es ist eine Erzählung, die nirgendwohin führt, der es kaum gelingt, die Protagonisten glaubhaft zu schildern, eine Geschichte, die (lt. Umschlag) Witz, Leichtigkeit und Klugheit schildert, tatsächlich aber nur anödet - und dann auch noch in einer nicht aufgelösten Traumhaftigkeit endet.

Wenn Mulisch nicht so ein guter Erzähler wäre, wäre das Buch nicht nur eine Enttäuschung, dann wäre es eine literarische Katastrophe.

Und noch eines: der Erfinder der Sicherheitsnadel heißt nicht Sasserath sondern Walter Hunt (ja, ich mußte das nachschlagen).





Die Entdeckung des Himmels


Rowohlt
Mit diesem Buch habe ich meine Homepage gestartet.

Eine Kurzgeschichte von Mulisch findet sich in Die Tage sind gezählt.

Mulisch: Entdeckung des Himmels
Ein sehr gut lesbarer, verwirrender Roman, bei dem man nie weiß, worauf er eigentlich hinauslaufen soll - bis die mosaischen Gesetzestafeln ins Spiel gebracht werden.

Der Schluß; ist etwas zu abrupt. Viele im letzten Moment ins Spiel gebrachte Fragen bleiben unbeantwortet. Trotzdem: Unbedingt lesen.


Vorfall

(1993)
Rowohlt (1996)

Mulisch: Vorfall
Fünf Erzählungen:

Die Grenze (De Grens - 1975)
Alte Luft (Oude lucht - 1975-1976)
Symmetrie (Symmetrie - 1975)
Das Standbild und die Uhr (Het beeld en de klok - 1988)
Vorfall (Voorval - 1989)

Die älteste Geschichte ist die beste - und die erinnert auch noch an Ephraim Kishon.

Der Rest gut geschrieben - aber leider auch mitunter recht öde. Mulisch gelingt es, Kleinigkeiten ihre Wichtigkeit zu geben, und wenn man in die Geschichte eintaucht, liest man sie auch gerne. Aber wehe, man unterbricht zwischen drin, dann fällt es schwer, sich aufzuraffen, weiterzulesen.

Trotzdem - wenn man nichts anderes zu lesen hat, lohnt es sich durchaus auf diese Erzählungen zurückzugreifen.



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Seite gestartet am 20.10.1999