Es geht um ein Programm, das Siege bei Pferderennen vorhersagen kann. Ein ziemlich gewaltätiger Mann will es unbedingt in die Hände bekommen.
Die Form des Buchs ist ungewöhnlich. Im ersten Teil des Buches erzählt der Lehrer und ehemalige Olympiateilnehmer Jonathan Derry seine Begegnungen mit Angelo.
Im zweiten Teil erzählt William, Jonathans jüngerer Bruder, seine Erlebnisse mit Angelo.
Die Geschichte liest sich gut. Und die Personen sind interessant konstruiert. Aber der Roman leidet an mehreren Punkten. Zum einen erzählen Jonathan und William genau gleich. Es gibt keinen Unterschied in ihren Schreibstilen.
Zum anderen sind im ersten Teil die Computerprogramme gut geschildert. Aber mal ehrlich - wer interessiert sich noch für ein 12 Jahre altes Computerprogramm, vor allem wenn es so einfach strukturiert ist wie das im ersten Teil erwähnte. Bis zum zweiten Teil wäre es hoffnungslos veraltet.
Ein Buch zum Zeitvertreib. Mehr nicht. Zuwenig für einen wirklich guten Dick Francis.
31.10.1920 (Lawrenny, Wales) - 14.02.2010 (Grand Cayman, Cayman Inseln)
Dick Francis war ein recht erfolgreicher Krimiautor, dessen Bücher immer irgendwas mit Pferderennen zu tun haben. Kein Wunder, er war früher Jockey.
Nach dem Tod von Dick Francis hat dessen Sohn bestätigt, daß die Bücher von seiner Mutter (Mary) und seinem Vater (Richard) zusammengeschrieben wurden. Plot und erster Entwurf stammten vom Vater, die Endfassung und viele nicht mit dem Rennsport verbundene Details von der Mutter. Das erklärt, warum nach deren Tod kaum noch Bücher erschienen. (Lt. IMDB*)
Nach dem Tod von Dick Francis hat dessen Sohn bestätigt, daß die Bücher von seiner Mutter (Mary) und seinem Vater (Richard) zusammengeschrieben wurden. Plot und erster Entwurf stammten vom Vater, die Endfassung und viele nicht mit dem Rennsport verbundene Details von der Mutter. Das erklärt, warum nach deren Tod kaum noch Bücher erschienen. (Lt. IMDB*)
| Jahr |
Originaltitel |
Deutscher Titel |
|---|---|---|
| 1957 | The Sport of Queens | - |
| 1962 | Dead Cert | Todsicher / Aufs falsche Pferd gesetzt |
| 1964 | Nerve | Rufmord / Angst / Die letzte Hürde |
| 1965 | For Kicks | Doping / Der Trick, den keiner kannte |
| 1965 | Odds Against | Nervensache / Die Chancen stehen schlecht |
| 1966 | Flying Finish | Blindflug / Mord inbegriffen |
| 1967 | Blood Sport | Schnappschuss / Grand Prix für Mord |
| 1968 | Forfeit | Jede Wette auf Mord / Hilflos |
| 1969 | Enquiry | Peitsche / Milord liebt die Peitsche |
| 1970 | Rat Race | Rat Race / Air-Taxi ins Jenseits |
| 1971 | Bonecrack | Knochenbruch / Tod am Turf |
| 1972 | Smokescreen | Gefilmt / Mit Fesseln ins Finale |
| 1973 | Slayride | Schlittenfahrt / Schlachtritt / Ein Jockey auf Tauchstation |
| 1974 | Knockdown | Zuschlag / Voll Blut |
| 1975 | High Stakes | Versteck / Roßtausch |
| 1976 | In the Frame | Gefälscht / Die ganze Palette des Todes |
| 1977 | Risk | Risiko / Ein Goldcup zur Entführung |
| 1978 | Trial Run | Galopp / Im Galopp in die Falle |
| 1979 | Whip Hand | Handicap |
| 1980 | Reflex | Reflex |
| 1981 | Twice Shy | Fehlstart |
| 1982 | Banker | Banker / Galopp in Gefahr |
| 1983 | The Danger | Gefahr / Die Gefahr |
| 1984 | Proof | Weinprobe |
| 1985 | Break In | Ausgestochen / Zahm und zerbrochen |
| 1986 | Bolt | Festgenagelt |
| 1987 | Hot Money | Mammon / Totes Rennen |
| 1988 | The Edge | Gegenzug |
| 1989 | Straight | Unbestechlich |
| 1990 | Longshot | Außenseiter |
| 1991 | Comeback | Comeback |
| 1992 | Driving Force | Sporen |
| 1993 | Decider | Lunte |
| 1994 | Wild Horses | Zügellos |
| 1995 | Come to Grief | Favorit |
| 1996 | To the Hilt | Verrechnet |
| 1997 | 10 LB. Penalty | Rivalen |
| 1998 | Field of Thirteen | Winkelzüge |
| 1999 | Second Wind | Hurrikan |
| 2000 | Shattered | Scherben |
| 2006 | Under Orders | Gambling |
| 2007 | Dead Heat | Abgebrüht |
| 2008 | Silks | Schikanen |
| 2009 | Even Money | - |
| 2010 | Crossfire | - |
Außenseiter
Longshot (1991)
Diogenes (1993)
Diogenes (1993)
Ein junger Schriftsteller, John Kendall, zieht auf den Besitz von Tremayne Vickers um dessen Lebensgeschichte zu schreiben, gerade als die Leiche einer jungen Frau wiederauftaucht, die ein Jahr vorher verschwunden ist.
Ich habe den Roman direkt im Anschluß an Denn Sie betrügt man nicht von Elizabeth George gelesen. Jener spielte während einer Hitzewelle, dieser während arktisch kalter Nächte. Ein Zufall.
Ob der Name des Ich-Erzählers, John Kendall, auch ein Zufall ist? Allmählich habe ich das Gefühl, daß Mr. Francis sich absichtlich bei Comics bedient.
Der Roman selbst fesselt von der ersten bis zur letzten Seite - wie immer. Einziges Manko: der Schriftsteller ist sofort begeistert davon, zum Amateurrennreiter gemacht zu werden. Da geht es mit dem ehemaligen Rennreiter Dick Francis etwas durch. Ansonsten ein Buch, das man nur empfehlen kann.
Ich habe den Roman direkt im Anschluß an Denn Sie betrügt man nicht von Elizabeth George gelesen. Jener spielte während einer Hitzewelle, dieser während arktisch kalter Nächte. Ein Zufall.
Ob der Name des Ich-Erzählers, John Kendall, auch ein Zufall ist? Allmählich habe ich das Gefühl, daß Mr. Francis sich absichtlich bei Comics bedient.
Der Roman selbst fesselt von der ersten bis zur letzten Seite - wie immer. Einziges Manko: der Schriftsteller ist sofort begeistert davon, zum Amateurrennreiter gemacht zu werden. Da geht es mit dem ehemaligen Rennreiter Dick Francis etwas durch. Ansonsten ein Buch, das man nur empfehlen kann.
Break In
Break-In (1986)
Fawcett (1987)
Fawcett (1987)
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In einem Skandalblatt erscheint ein verleumderischer Artikel über den Schwager des erfolgreichen Jockey Kit Fielding. Das hat zur Folge, daß dessen Gestüt plötzlich unter enormen finanziellen Schwierigkeiten leidet. Fielding ermittelt, und stellt fest, daß weder seine Zwillingsschwester noch ihr Ehemann das eigentliche Ziel des Artikels waren ...
Ein angenehm zu lesendes, spannendes Buch, das leider unter einem sehr schlechten Schluss leidet. Erinnern Sie sich an Nick Knatterton, wissen Sie noch, wie etliche seiner Abenteuer endeten? Hier passt das leider nicht. Schade.
Wegen des Endes nicht der ganz große Wurf, aber allemal gute Unterhaltung.
Ein angenehm zu lesendes, spannendes Buch, das leider unter einem sehr schlechten Schluss leidet. Erinnern Sie sich an Nick Knatterton, wissen Sie noch, wie etliche seiner Abenteuer endeten? Hier passt das leider nicht. Schade.
Wegen des Endes nicht der ganz große Wurf, aber allemal gute Unterhaltung.
Favorit
Come to grief (1995)
Diogenes (1998)
Diogenes (1998)
Der dritte Sid-Halley-Roman, für mich der erste.
Privatdetektiv Halley ist ehemaliger Jockey (wen wundert's?), einhändig, aber ansonsten ein typischer Dick Francis Ich-Erzähler.
Gleich zu Beginn des Romans wird klargestellt, daß er seinen Freund den ehemaligen Jockey und jetzigen Fernsehstar Ellis Quint einer grausamen Verbrechensserie überführt hat.
Ende der Spannung.
Von wegen.
Der Roman schildert den Weg zum Anfang und Dick Francis ist so gut, daß dabei keinen Moment Langeweile aufkommt.
Privatdetektiv Halley ist ehemaliger Jockey (wen wundert's?), einhändig, aber ansonsten ein typischer Dick Francis Ich-Erzähler.
Gleich zu Beginn des Romans wird klargestellt, daß er seinen Freund den ehemaligen Jockey und jetzigen Fernsehstar Ellis Quint einer grausamen Verbrechensserie überführt hat.
Ende der Spannung.
Von wegen.
Der Roman schildert den Weg zum Anfang und Dick Francis ist so gut, daß dabei keinen Moment Langeweile aufkommt.
Fehlstart
Twice Shy (1980)
Ullstein (1985) / Diogenes (1995)
Ullstein (1985) / Diogenes (1995)
Ich hab die Diogenes-Ausgabe gekauft, bevor ich die Ullstein-Ausgabe gelesen habe.
Die Übersetzung ist in beiden Fällen von Malte Krutzsch. Für Diogenes soll er sie noch einmal "durchgesehen" haben. Ich habe bei meinen Stichproben keinen Unterschied feststellen können.
Bei Diogenes fehlt das Nachwort von Joachim Schmidt, das aber nur ein allgemeiner Artikel über Dick Francis ist und nicht mit dem Buch selbst in Zusammenhang steht. Daher verpasst man nichts.
Die Diogenes-Ausgabe ist fast 100 Seiten umfangreicher. Das hat mehrere Gründe:
Bei Ullstein war der Roman für 6,80 DM zu haben, bei Diogenes kostete er 10 DM mehr. Da das Papier besser ist (nicht so holzhaltig) und die Seiten durch den größeren Durchschuß augenfreundlicher sind, ist der Unterschied berechtigt. Ullstein liefert Lesefutter, Diogenes ein Buch für den Genießer.
Die Übersetzung ist in beiden Fällen von Malte Krutzsch. Für Diogenes soll er sie noch einmal "durchgesehen" haben. Ich habe bei meinen Stichproben keinen Unterschied feststellen können.
Bei Diogenes fehlt das Nachwort von Joachim Schmidt, das aber nur ein allgemeiner Artikel über Dick Francis ist und nicht mit dem Buch selbst in Zusammenhang steht. Daher verpasst man nichts.
Die Diogenes-Ausgabe ist fast 100 Seiten umfangreicher. Das hat mehrere Gründe:
- Die Kapitel beginnen immer auf einer neuen Seite.
- Unter den Kapitelnummern sind mehrere Leerzeilen (darüber auch).
- Die Zeilen sind kürzer.
- Der Durchschuß (der Abstand zwischen den Zeilen) ist größer.
- Ullstein bringt 41 Textzeilen auf einer Seite unter, bei Diogenes sind es nur 33 Textzeilen.
Bei Ullstein war der Roman für 6,80 DM zu haben, bei Diogenes kostete er 10 DM mehr. Da das Papier besser ist (nicht so holzhaltig) und die Seiten durch den größeren Durchschuß augenfreundlicher sind, ist der Unterschied berechtigt. Ullstein liefert Lesefutter, Diogenes ein Buch für den Genießer.
Festgenagelt
Bolt (1986)
Diogenes (1995)
Diogenes (1995)
Kit Fielding ist zurück.
Der Mann der Prinzessin wird bedroht, seine Kits Beziehung zu Danielle wackelt, der Vater des Manns seiner Zwillingsschwester steht ihm immer noch feindlich gegenüber.
Für Spannung ist gesorgt, von der ersten, bis zur letzten Seite.
Man sollte unbedingt Break-In gelesen haben, bevor man sich an dieses Buch heranmacht, da Francis hier fast den gesamten Inhalt des Vorläufers verrät.
Ich wusste bei Beginn der Lektüre nicht, daß es sich um den zweiten (und leider letzten) Kit Fielding Roman handelt und war angenehm überrascht. Es war wie die Rückkehr zu guten Bekannten.
Meine Vermutung ist, daß Francis, der sonst nicht zu wiederkehrenden Figuren neigt, selbst erkannte, daß der Vorgänger unbefriedigend endete und daher die Personen nochmal aufgriff (oder von Anfang an einen Zweiteiler geplant hatte), um alles zu einem zufriedenstellenden Schluss zu bringen.
Natürlich, das Buch ist ein Thriller, ein guter noch dazu, aber am interessantesten fand ich die Beziehungsprobleme zwischen Kit und Danielle. Hervorragend. Von hier aus viel Lob an Dick Francis.
Der Mann der Prinzessin wird bedroht, seine Kits Beziehung zu Danielle wackelt, der Vater des Manns seiner Zwillingsschwester steht ihm immer noch feindlich gegenüber.
Für Spannung ist gesorgt, von der ersten, bis zur letzten Seite.
Man sollte unbedingt Break-In gelesen haben, bevor man sich an dieses Buch heranmacht, da Francis hier fast den gesamten Inhalt des Vorläufers verrät.
Ich wusste bei Beginn der Lektüre nicht, daß es sich um den zweiten (und leider letzten) Kit Fielding Roman handelt und war angenehm überrascht. Es war wie die Rückkehr zu guten Bekannten.
Meine Vermutung ist, daß Francis, der sonst nicht zu wiederkehrenden Figuren neigt, selbst erkannte, daß der Vorgänger unbefriedigend endete und daher die Personen nochmal aufgriff (oder von Anfang an einen Zweiteiler geplant hatte), um alles zu einem zufriedenstellenden Schluss zu bringen.
Natürlich, das Buch ist ein Thriller, ein guter noch dazu, aber am interessantesten fand ich die Beziehungsprobleme zwischen Kit und Danielle. Hervorragend. Von hier aus viel Lob an Dick Francis.
Galopp in Gefahr
Banker (1982)
Ullstein (1983)
Ullstein (1983)
Diesmal ist der Ich-Erzähler ein Bankier, der für einen Kredit an ein Gestüt verantwortlich ist. Dort setzt man alles auf ein erfolgreiches Rennpferd, das in die Zucht übernommen werden soll. Doch die ersten Fohlen entsprechen gar nicht den Erwartungen.
Der Roman läuft langsam an. Gerade in der ersten Hälfte ist es mehr Gesellschafts- denn Kriminalroman. Und das macht Francis gar nicht schlecht.
Sehr gut gefallen hat mir, daß der Ich-Erzählere (Tim Ekaterin) in die Frau eines Kollegen verliebt ist und - obwohl die Gefühle erwidert werden - beide der Versuchung nicht nachgeben.
Sehr gut gefallen hat mir, daß der Ich-Erzählere (Tim Ekaterin) in die Frau eines Kollegen verliebt ist und - obwohl die Gefühle erwidert werden - beide der Versuchung nicht nachgeben.
Ein typischer Francis, weil sich alles um Pferde dreht.
Ein untypischer Francis, weil es kein richtiger Kriminalroman ist.
Angenehme Lektüre ist es allemal.
Ein untypischer Francis, weil es kein richtiger Kriminalroman ist.
Angenehme Lektüre ist es allemal.
High Stakes
High Stakes (1975)
Pan (1976)
Pan (1976)
Steven Scott ist Erfinder von mechanischem Spielzeug - und Besitzer mehrerer Pferde. Nachdem ihm bewußt geworden ist, daß sein Pferdetrainer ein Betrüger ist (sein Pferd gewinnt immer, wenn er nur niedrige Wetten auf ihn abschließt, verliert jedoch, wenn die Wetten höher geworden sind), entläßt er ihn und wird damit zu einer ziemlich unbeliebten Person.
Keine angenehme Ausgangslage, doch als er feststellen muß, daß der Trainer ihm nach der Trennung ein falsches Pferd untergeschoeben hat, will er das nicht auf sich beruhen lassen. Daß er damit sein Leben aufs Spiel setzt, kommt ihm nicht in den Sinn.
Keine angenehme Ausgangslage, doch als er feststellen muß, daß der Trainer ihm nach der Trennung ein falsches Pferd untergeschoeben hat, will er das nicht auf sich beruhen lassen. Daß er damit sein Leben aufs Spiel setzt, kommt ihm nicht in den Sinn.
Ein Buch, das man kaum aus der Hand legen möchte. Da der Ich-Erzähler kein Pferdeexperte ist, fällt es dem Leser sehr leicht, sich mit ihm zu identifizieren.
Die Grundidee des Romans (das Vertauschen von Pferden) wird im deutschen Titel der Ullstein-Ausgabe bereits verraten. Ich habe mit einer Pferdeexpertin gesprochen, die meinte, das wäre heute so nicht mehr möglich, denn inzwischen werden Pferde gechipt, so daß ein Tausch schnell auffallen würde.
Die Grundidee des Romans (das Vertauschen von Pferden) wird im deutschen Titel der Ullstein-Ausgabe bereits verraten. Ich habe mit einer Pferdeexpertin gesprochen, die meinte, das wäre heute so nicht mehr möglich, denn inzwischen werden Pferde gechipt, so daß ein Tausch schnell auffallen würde.
Ein typischer Francis, weil sich alles um Pferde dreht. Gut geschrieben und spannend. Einfach gelungen.
Die Idee ist so gut (und auf Pferde bezogen), daß man sich kaum vorstellen kann, daß sie ein anderer Autor aufgreifen könnte.
Die Idee ist so gut (und auf Pferde bezogen), daß man sich kaum vorstellen kann, daß sie ein anderer Autor aufgreifen könnte.
Jede Wette auf Mord
Forfeit (1968)
Ullstein (1970)
Ullstein (1970)
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Reporter James Tyrone ist der letzte, der vor dem tödlichen Fenstersturz des Kollegen Bert Chekov mit diesem gesprochen hat. Seltsamerweise hat Chekov in seinen Kolumnen immer wieder Pferde als zukünftige Sieger angekündigt, die dann im letzten Moment zurückgezogen wurden, wodurch die Wetten verfallen und der Buchmacher die Einsätze einstreichen kann (darauf bezieht sich "Forfeit => verfallen, verlieren, verwirken").
Tyrone beginnt zu recherchieren.
Tyrone beginnt zu recherchieren.
Ein unaufgeregter aber aufregender Francis mit zwei durchaus interessanten Figuren.
Das ist zum einen Elizabeth, die Ehefrau, die durch Polio (Kinderlähmung) fast vollständig gelähmt ist und auf ein Atemgerät angewiesen ist. Tyrone liebt sie wirklich, bleibt aber trotzdem ein Mann.
Da trifft es sie gut, daß er Gail trifft, die ungebunden, aber durchaus an Sex (ohne gefühlsmäßiges Engagement) interessiert ist.
Die anderen Personen sind mehr oder weniger typische Francis-Versatzstücke, die man so oder ähnlich schon in anderen Romanen begegnet ist.
Das ist zum einen Elizabeth, die Ehefrau, die durch Polio (Kinderlähmung) fast vollständig gelähmt ist und auf ein Atemgerät angewiesen ist. Tyrone liebt sie wirklich, bleibt aber trotzdem ein Mann.
Da trifft es sie gut, daß er Gail trifft, die ungebunden, aber durchaus an Sex (ohne gefühlsmäßiges Engagement) interessiert ist.
Die anderen Personen sind mehr oder weniger typische Francis-Versatzstücke, die man so oder ähnlich schon in anderen Romanen begegnet ist.
Der Schluss ist eine Tour-de-Force, bei dem man auf das Happy-End hofft, aber durchaus damit rechnet, daß es doch schief geht. Schließlich löst sich alles mehr oder weniger durch einen Zufall. Da es nicht aufgesetzt wirkt, hat mir das recht gut gefallen.
Noch nicht der ganz große Wurf, aber ein unterhaltsamer, in seiner Zeit verwurzelter Krimi.
Noch nicht der ganz große Wurf, aber ein unterhaltsamer, in seiner Zeit verwurzelter Krimi.
Auf Krimi-Couch* meint ein Kommentator, "für die späten 60 [sei der Roman] sicherlich sehr liberal". Darauf kann man nur sagen: Gerade diese Freizügigkeit ist ein Kennzeichen der späten 60er Jahre. Seit den 80er Jahren wäre so etwas kaum noch akzeptabel (damit aber nicht weniger realistisch als damals).
Das Cover ist für mich recht interessant.Klar, die Frau sieht zum Anbeißen aus. Die Szene hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Roman zu tun.
Merkwürdig ist, daß mir recht häufig morgens in der S-Bahn eine Frau begegnet, deren Portrait das sein könnte. Als das Bild entstand, war sie entweder noch nicht geboren oder noch sehr, sehr jung.
Lunte
Decider (1993)
Diogenes (1997)
Diogenes (1997)
Lee Morris ist Architekt, Vater von sechs Jungen, gefangen in einer Ehe, die nur noch aus Gewohnheit besteht. In dieser Situation wird er in einen Erbstreit in der Familie des ersten Mannes seiner Mutter verwickelt (diese Familie besitzt eine Rennbahn - womit wir beim Thema von Dick Francis wären).
Das ganze ist kurzweilig und spannend. Die Kinder sind nicht nur Beiwerk sondern tragen an einigen Stellen die Handlung.
Wieder ein durch und durch gelungenes Buch von Dick Francis.
Das ganze ist kurzweilig und spannend. Die Kinder sind nicht nur Beiwerk sondern tragen an einigen Stellen die Handlung.
Wieder ein durch und durch gelungenes Buch von Dick Francis.
Milord liebt die Peitsche
Tod am Turf
Mit Fesseln ins Finale
Enquiry (1969) / Bonecrack (1971) / Smokescreen (1972)
Ullstein (1986)
Ullstein (1986)
Milord liebt die Peitsche
Jockey Kelly Hughes und sein Arbeitgeber Cranfield werden von der Rennkommission mit einem Bann belegt, der ihnen jede Teilnahme an Rennen und jeden Kontakt mit Pferden verbietet.
Während Cranfield aufgibt, will Hughes unbedingt beweisen, dass er und sein Arbeitgeber Opfer ein Intrige geworden sind.
Während Cranfield aufgibt, will Hughes unbedingt beweisen, dass er und sein Arbeitgeber Opfer ein Intrige geworden sind.
Der Ich-Erzähler ist Jockey und Witwer, wodurch er für eine neue Liebesbeziehung frei ist. Die findet er in der hochnäsigen Roberta Cranfield.
Man erfährt viel über die Rechtsprechung im Rennzirkus, die nichts mit der Juristerei zu tun hat. Wer sich einmal entscheidet, keinen Anwalt zu Rate zu ziehen, kann das nicht ändern. Es scheint auch völlig egal zu sein, wie Beweise beschafft werden.
Man erfährt viel über die Rechtsprechung im Rennzirkus, die nichts mit der Juristerei zu tun hat. Wer sich einmal entscheidet, keinen Anwalt zu Rate zu ziehen, kann das nicht ändern. Es scheint auch völlig egal zu sein, wie Beweise beschafft werden.
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, mit einem durchaus sympathischen Helden.
Ein Roman, wie Francis ihn damals ohne Probleme aus seinem Ärmel schütteln konnte. Ein Roman, den man als Leser nur ungern aus der Hand legt.
Ein Roman, wie Francis ihn damals ohne Probleme aus seinem Ärmel schütteln konnte. Ein Roman, den man als Leser nur ungern aus der Hand legt.
Der deutsche Titel bezieht sich auf die sexuelle Vorliebe des Vorsitzenden im Prozess. In der späteren Diogenes Fassung wird daraus "Peitsche" - was auch nicht mehr mit dem Originaltitel zu tun hat.
Tod am Turf
Da sein Vater krank ist, übernimmt Neil Griffon kommissarisch dessen Stall. Eines Tages wird er entführt, mißhandelt und gezwungen einen verzogenen jungen Mann auf seinem Hof zu beschäftigen.
Aber Griffon ist hartnäckiger als der Erpesser vermutet hätte.
Aber Griffon ist hartnäckiger als der Erpesser vermutet hätte.
Nach der vorherigen Geschichte gleich eine Enttäuschung. Oh ja, man kommt rein, aber dieses Buch hat nicht die Qualität des vorherigen. Die Figuren wirken wie aus dem Baukasten von Dick Francis. Daß der eine Sohn (Griffon) ohne Probleme den Stall des Vaters übernimmt ... unglaubhaft. Daß er letztlich erfolgreicher ist als der Vater ... unglaubhaft. Daß der andere Vater Gewalt anwendet, um seinen Sohn auf einem bestimmten Pferd reiten zu lassen ... an den Haaren herbeigezogen.
Fast ist man geneigt zu behaupten, dies sei ein typischer Francis. Aber es stimmt nicht. Der Plot ist dafür einfach zu schlecht. Die gute Schreibe des Autos rettet die Geschichte, die man schnell vergessen sollte.
Eines der schlechteren Bücher des Autors.
Eines der schlechteren Bücher des Autors.
Mit Fesseln ins Finale
Der berühmte Schauspieler Edward Lincoln wird von einer sterbenden Freundin gebeten, in Südafrika nach ihren Pferden zu schauen, die plötzlich keine Rennen mehr gewinnen.
Francis schildert den Schauspieler privat als Durchschnittsmenschen. Er mag beim Publikum als arrogant und abgehoben gelten, ist aber für den Leser ein ganz normaler Mensch, der so ist wie er ist, weil er eben ganz normal ist.
Die Apartheid wird nicht ausgespart und auch wenn Francis sich nicht dazu hinreißen läßt, als Autor ein eindeutiges Statement abzugeben, wird deutlich, daß die Trennung von Schwarz und Weiß letztlich nur zum Schaden des ganzen Landes ist. Ich denke, wir (ja, auch wir) und die Südafrikaner können froh sein, daß zumindest die ersten Schritte getan sind, diesen Blödsinn hinter sich zu lassen. Warum wir? Es fällt leicht, andere wegen ihres Aussehens auszugrenzen. Ein Mensch ist ein Mensch, egal welche Hautfarbe er hat. Das hindert mich aber nicht daran, vor Ansammlungen türkisch aussehender junger Männer Angst zu haben, weil diese Angst so tief in mir sitzt, daß sie vernunftmäßig nur eingedämmt, aber nicht verhindert werden kann. Aber wenn man sich - wie ich - bewußt wird, daß dieselbe Angst bei Gruppen von Punks, bei Gruppen von Jugendlichen mit Schnapsflaschen und so weiter auftritt, dann weiß ich, daß es eben nichts mit der Nationalität oder Abstammung zu tun hat, sondern mit der Zusammenrottung, aus der heraus Übles kommen kann - und da gibt es in meinem Leben schlechte Erfahrungen.
Die Apartheid wird nicht ausgespart und auch wenn Francis sich nicht dazu hinreißen läßt, als Autor ein eindeutiges Statement abzugeben, wird deutlich, daß die Trennung von Schwarz und Weiß letztlich nur zum Schaden des ganzen Landes ist. Ich denke, wir (ja, auch wir) und die Südafrikaner können froh sein, daß zumindest die ersten Schritte getan sind, diesen Blödsinn hinter sich zu lassen. Warum wir? Es fällt leicht, andere wegen ihres Aussehens auszugrenzen. Ein Mensch ist ein Mensch, egal welche Hautfarbe er hat. Das hindert mich aber nicht daran, vor Ansammlungen türkisch aussehender junger Männer Angst zu haben, weil diese Angst so tief in mir sitzt, daß sie vernunftmäßig nur eingedämmt, aber nicht verhindert werden kann. Aber wenn man sich - wie ich - bewußt wird, daß dieselbe Angst bei Gruppen von Punks, bei Gruppen von Jugendlichen mit Schnapsflaschen und so weiter auftritt, dann weiß ich, daß es eben nichts mit der Nationalität oder Abstammung zu tun hat, sondern mit der Zusammenrottung, aus der heraus Übles kommen kann - und da gibt es in meinem Leben schlechte Erfahrungen.
Nach diesem Exkurs zurück zum Buch.
Es gefällt von Anfang an. Francis hat hier Personen geschaffen, mit denen man gerne seine Zeit verbringt.
Vielleicht nicht sein bestes Buch, aber nicht weit davon entfernt.
Es gefällt von Anfang an. Francis hat hier Personen geschaffen, mit denen man gerne seine Zeit verbringt.
Vielleicht nicht sein bestes Buch, aber nicht weit davon entfernt.
Reflex
Reflex (1980)
Diogenes (1991)
Diogenes (1991)
Der Jockey Philip Nore wuchs bei wechselnden Aufpassern auf, da seine drogensüchtige Mutter sich überfordert fühlte. Irgendwann riß der Kontakt vollständig ab. Ohne Familie führt er ein auf die Rennplätze beschränktes Leben. Dann stirbt der Vater eines Kollegen und eine längst vergessene Großmutter drängt sich in sein Leben. Von einem Moment zum anderen ist nichts mehr wie es war.
Wie gewohnt sind die Rennszenen hervorragend gelungen. Darin wird Dick Francis von niemandem übertroffen. Die Vergangenheit von Nore wird dem einen oder anderen Leser etwas weit hergeholt erscheinen. Mir nicht. Ich wurde meine ganze Jugend über bei meinen Großeltern abgestellt, wurde von dort an meine Tante oder eine in der Nähe wohnende Freundin meiner Mutter weitergereicht. Von daher kann ich die Situation von Philip Nore nur allzu gut nachvollziehen.
Das zweite Thema neben dem Rennsport ist die Photographie. Francis geht sehr detailreich (aber nicht einen Moment langweilig) darauf ein. ich habe früher selbst einige Zeit Bilder selbst entwickelt und kann daher bestätigen, daß seine Schilderungen mit meinen Erinnerungen übereinstimmen.
Ein gelungenes Buch, da ich mit großem Vergnügen gelesen haben.
Wie gewohnt sind die Rennszenen hervorragend gelungen. Darin wird Dick Francis von niemandem übertroffen. Die Vergangenheit von Nore wird dem einen oder anderen Leser etwas weit hergeholt erscheinen. Mir nicht. Ich wurde meine ganze Jugend über bei meinen Großeltern abgestellt, wurde von dort an meine Tante oder eine in der Nähe wohnende Freundin meiner Mutter weitergereicht. Von daher kann ich die Situation von Philip Nore nur allzu gut nachvollziehen.
Das zweite Thema neben dem Rennsport ist die Photographie. Francis geht sehr detailreich (aber nicht einen Moment langweilig) darauf ein. ich habe früher selbst einige Zeit Bilder selbst entwickelt und kann daher bestätigen, daß seine Schilderungen mit meinen Erinnerungen übereinstimmen.
Ein gelungenes Buch, da ich mit großem Vergnügen gelesen haben.
Second Wind
Pan (1999) / Diogenes 2001
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Perry Stuart (nicht Percy Stuart) ist Meteorologe bei der BBC. Nachdem er mit seinem Freund Kris in einen Hurrikan fliegt, werden bislang nur als seltsame empfundene Ereignisse mörderisch gefährlich.
Es fällt mir schwer, das Buch einzuordnen. Ein Krimi? Nein, eigentlich nicht. Eher eine spannende Geschichte, die man gern liest.
Ich hätte mich nicht getraut, eine Figur Caspar Harvey zu nennen. War es Absicht oder Zufall?
Es fängt so gut an, aber im zweiten Absatz nimmt der Übersetzer Spannung aus den Sätzen. "Bezahlung hatte gezählt und Stundenpläne. Meine Großmutter mit ihren Ängsten gehörte dazu." oder auch "Einkommen war wichtig gewesen und Terminkalender. Meine Großmutter mit ihren Ängsten gehörte ebenfalls dazu." Das entscheidende ist, daß Francis eine Behauptung aufstellt und eine Ergänzung nachliefert, während der Übersetzer das auf eine gewichtungsfreie Aufzählung reduziert. Im letzten Satz wird das rückbezügliche "there" durch den Bezug selbst ersetzt. Die Übersetzung verflacht dadurch gegenüber der Vorlage.
Es fällt mir schwer, das Buch einzuordnen. Ein Krimi? Nein, eigentlich nicht. Eher eine spannende Geschichte, die man gern liest.
Ich hätte mich nicht getraut, eine Figur Caspar Harvey zu nennen. War es Absicht oder Zufall?
| Dick Francis | Malte Krutzsch |
|---|---|
| Prologue Delirium brings comfort to the dying. I had lived in an ordered world. Salary had mattered, and timetables. My grandmother belonged there with her fears. |
Prolog Delirium bringt den Sterbenden Trost. Ich hatte in einer geordneten Welt gelebt. Einkommen und Terminkalender waren wichtig gewesen. Meine Großmutter mit ihren Ängsten gehörte in diese Welt. |
Es fängt so gut an, aber im zweiten Absatz nimmt der Übersetzer Spannung aus den Sätzen. "Bezahlung hatte gezählt und Stundenpläne. Meine Großmutter mit ihren Ängsten gehörte dazu." oder auch "Einkommen war wichtig gewesen und Terminkalender. Meine Großmutter mit ihren Ängsten gehörte ebenfalls dazu." Das entscheidende ist, daß Francis eine Behauptung aufstellt und eine Ergänzung nachliefert, während der Übersetzer das auf eine gewichtungsfreie Aufzählung reduziert. Im letzten Satz wird das rückbezügliche "there" durch den Bezug selbst ersetzt. Die Übersetzung verflacht dadurch gegenüber der Vorlage.
10lb Penalty
10lb penalty (1997)
Pan (1998)
Pan (1998)
Ben Juliard ist der Sohn von George Juliard, der bei einer Nachwahl einen Sitz im britischen Parlament anstrebt. (Ben Juliard wollte eigentlich Jockey werden, das ist die Verbindung zu Pferden).
Francis gibt einen Einblick ins das britische Wahlsystem.
Der Roman ist gut zu lesen, auch wenn es wenig Action und gar kein zu lösendes Geheimnis gibt.
Ein Buch für die, die gutgeschriebene Bücher lesen wollen - und für Fans. Kein Buch für den Krimifan, der mal einen Dick Francis lesen will.
Francis gibt einen Einblick ins das britische Wahlsystem.
Der Roman ist gut zu lesen, auch wenn es wenig Action und gar kein zu lösendes Geheimnis gibt.
Ein Buch für die, die gutgeschriebene Bücher lesen wollen - und für Fans. Kein Buch für den Krimifan, der mal einen Dick Francis lesen will.
Schnappschuß
Blood Sport (1967)
Diognes (1998)
Diognes (1998)
Gene Hawkins ist - ja, was eigentlich? Das wird nicht so richtig klar, wahrscheinlich ist er doch Geheimagent und als solcher Experte für das Arrangieren von Unfällen. Bei einem Bootsausflug wird er in einen Unfall verwickelt, den er aufgrund seiner Erfahrung für arrangiert hält. Das Opfer ist ein Freund seines Chefs und jemand, dem jetzt schon zweiten Mal ein wertvoller Zuchthengst gestohlen wurde. Hawkins, der kurz vor dem Selbstmord steht, willigt ein und findet tatsächlich eine Spur, die ihn zu zwei Personen führt, die bei dem arrangierten Unfall anwesend waren ...
Die Geschichte ist wie gewohnt gut erzählt, wenn sie auch manchmal an den Haaren herbeigezerrt scheint. Wie schnell er zwei Personen, die er in der Nähe von London gesehen hat und von denen er so gut wie nichts weiß, in den USA wiederfindet, strapaziert die Glaubwürdigkeit schon etwas.
Aus heutiger Sicht stößt nicht auf, dass die Teenager-Tochter seines Chefs sich in ihn verliebt, das ist nachvollziehbar. Aber es stößt auf, dass er letztlich durchaus nicht abgeneigt scheint. Würde man so etwas heute schreiben, hätte das einen Shitstorm zur Folge.
Ein unterhaltsames Buch, das aber sicher nicht zu den besten von Francis zählt.
Ich habe es 2022 in Münster gekauft.
Ich habe es 2022 in Münster gekauft.
To the hilt
To the hilt (1996)
Pan (1997)
Pan (1997)
Der Maler Alexander Kinloch lebt in einer Hütte in den schottischen Highland. Eines Tages tauchen vier Männer bei ihm auf und schlagen ihn zusammen. Den Grund kennt er nicht.
Ganz langsam erfährt er, warum er Prügel bezog. Der Grund ist der zweite Mann seiner Mutter, Besitzer einer Brauerei, der sich von einem Herzinfarkt erholt, den er erlitt, nachdem einer seiner Mitarbeiter alle Firmenkonten leergeräumt hat und geflohen ist.
Der Stiefvater schaffte es gerade noch, einen wertvollen Goldpokal und ein wertvolles Pferd (da ist es) dem Zugriff der Gläubiger zu entziehen. Alexander bekommt den Auftrag, die beiden so zu verstecken, daß niemand sie finden kann. Keine ungefährliche Aufgabe, wie sich schnell herausstellt.
Ganz langsam erfährt er, warum er Prügel bezog. Der Grund ist der zweite Mann seiner Mutter, Besitzer einer Brauerei, der sich von einem Herzinfarkt erholt, den er erlitt, nachdem einer seiner Mitarbeiter alle Firmenkonten leergeräumt hat und geflohen ist.
Der Stiefvater schaffte es gerade noch, einen wertvollen Goldpokal und ein wertvolles Pferd (da ist es) dem Zugriff der Gläubiger zu entziehen. Alexander bekommt den Auftrag, die beiden so zu verstecken, daß niemand sie finden kann. Keine ungefährliche Aufgabe, wie sich schnell herausstellt.
Dick Francis ist häufig recht gut, aber hier läuft er zur Hochform auf. Vielleicht liegt es daran, daß der Pferdebezug recht klein ausfällt. Natürlich ist Alexander Kinloch eine typische Francis-Figur, die von sehr vielen einprägsamen Figuren umgeben ist. Buchstäblich bis zur letzten Seite schafft es Francis, dem Leser immer neue Überraschungen zu serviere.
In den sechziger Jahren wäre das Buch recht schnell verfilmt worden. Es würde sich tatsächlich lohnen.
Ein hervorragendes Buch, wirklich.
Ein hervorragendes Buch, wirklich.
Under Orders
Under Orders (2006)
Pan (2006)
Pan (2006)
Bei einem Rennen in Cheltenham schlägt der Tod gleich mehrfach zu. Zuerst stirbt ein Zuschauer, dann ein Pferd - und schließlich wird ein Jockey ermordet aufgefunden.
Sid Halley kannte den Reiter - und er war es, der die Leiche fand. Zunächst sieht es aus, als wäre der Jockey ermordet worden, weil er entgegen Stallordern gewonnen hat, denn gleich nach dem Rennen kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Stallbesitzer und Jockey. Doch Halley gibt sich mit einfachen Erklärungen nicht zufrieden und als der Stallbesitzer auch noch tot aufgefunden wird, ist er der einzige, der nicht an Selbstmord glaubt.
Sid Halley kannte den Reiter - und er war es, der die Leiche fand. Zunächst sieht es aus, als wäre der Jockey ermordet worden, weil er entgegen Stallordern gewonnen hat, denn gleich nach dem Rennen kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Stallbesitzer und Jockey. Doch Halley gibt sich mit einfachen Erklärungen nicht zufrieden und als der Stallbesitzer auch noch tot aufgefunden wird, ist er der einzige, der nicht an Selbstmord glaubt.
Das vierte Buch um Sid Halley, den Ex-Jockey ohne linken Unterarm. Schon das ist ungewöhnlich, da Francis seine Figuren zwar immer gut ausarbeitete, aber selten wieder verwendete.
Seit Francis letzten Buch waren sechs Jahre vergangen und der Autor hatte bereits das stolze Alter von 86 Jahren erreicht. Man darf vermuten, daß sein Sohn Felix (der inzwischen eigene Bücher veröffentlicht) an der Entstehung des Werks beteiligt war.
Seit Francis letzten Buch waren sechs Jahre vergangen und der Autor hatte bereits das stolze Alter von 86 Jahren erreicht. Man darf vermuten, daß sein Sohn Felix (der inzwischen eigene Bücher veröffentlicht) an der Entstehung des Werks beteiligt war.
Der erste Halley-Roman wurde 1965 veröffentlicht. Anders als seine Leser und sein Autor ist Halley seither nur wenig gealtert. Der Roman spielt zum Zeitpunkt der Entstehung (was man auch daran merkt, daß Internet-Wetten ein Thema sind).
Wie (fast) immer wird das Rätsel vor dem letzten Fünftel aufgelöst. Wenn man denkt, jetzt kommt nichts mehr, gerät die Hauptfigur noch einmal ist tödliche Gefahr. Typisch Francis.
Ich kann mich Sabine R. auf Krimi-Couch.de* nur anschließen: Nicht das beste Buch von Francis, aber durchaus empfehlenswert.
Ich kann mich Sabine R. auf Krimi-Couch.de* nur anschließen: Nicht das beste Buch von Francis, aber durchaus empfehlenswert.
Voll Blut
Knockdown (1974)
Ullstein (1987)
Ullstein (1987)
Jonah Dereham war Jockey (im Verlauf des Textes immer als Jockei geschrieben), jetzt ist er Pferdehändler - und gerät dabei einem Konkurrenten in den Weg, der nicht so ehrlich und anständig ist wie Jonah.
Für Francis Verhältnisse ein dünnes Büchlein (126 Seiten), in dem aber alles zu finden ist, was man an seinen Büchern liebt. Der geheimnisvolle Gegenspieler ist recht schnell erraten, aber darauf kommt es auch gar nicht an. Man hat als Leser wesentlich mehr Vergnügen daran, hinter die Kulissen des Pferdehandels zu schauen.
Für Francis Verhältnisse ein dünnes Büchlein (126 Seiten), in dem aber alles zu finden ist, was man an seinen Büchern liebt. Der geheimnisvolle Gegenspieler ist recht schnell erraten, aber darauf kommt es auch gar nicht an. Man hat als Leser wesentlich mehr Vergnügen daran, hinter die Kulissen des Pferdehandels zu schauen.
Jonah Dereham leidet unter einer ausgekugelten Schulter, was Dick Francis nach einem Abwurf selbst durchlitten hat. (Lt. IMDB*)
Winkelzüge
Field of 13 (1998)
Diogenes (2000)
Diogenes (2000)
Dreizehn Geschichten - nicht dreizehn Kurzgeschichten.
Für Kurzgeschichten sind die meisten zu lang. Gerade die, die länger sind, gerade die, die nicht auf einen Gag hin geschrieben wurden, sind hervorragend.
Je kürzer die Geschichten, desto weniger gut sind sie.
Gut sind sie alle. Wirklich.
Der Band enthält folgende Geschichten:
Für Kurzgeschichten sind die meisten zu lang. Gerade die, die länger sind, gerade die, die nicht auf einen Gag hin geschrieben wurden, sind hervorragend.
Je kürzer die Geschichten, desto weniger gut sind sie.
Gut sind sie alle. Wirklich.
Der Band enthält folgende Geschichten:
- Bombenalarm in Kingdom Hill / Raid at Kingdom Hill (1975 in der Times)
- Rot, rot, tot / Dead on Red
- Ein Lied für Mona / Song for Mona
- Ein strahlend weißer Stern / Bright White Star (1979 in Chesire Life)
- Auf Kollisionskurs / Collision Course
- Alptraum / Nightmare (13.04.1974 in der Times)
- Eine Möhre für den Fuchs / Carrot for a Chestnut (1970 in Sports Illustrated)
- Ein Geschenk des Himmels / The Gift (als A Day of Wine and Roses 1973 in Sports Illustrated)
- Frühlingsfieber / Spring Fever (1980 in Women's Own)
- Blindlings / Blind Chance (als Twenty-one Good Men and True 1979 in Verdict of Thirteen: A Detection Club Anthology)
- Winkelzüge / Corkscrew
- Der Tag der Verlierer / The Day of the Losers (1977 in Horse and Hound)
- Der Tod von Christopher Haig / Haig's Death
Whip Hand
Whip hand (1979)
Pan (1981)
Pan (1981)
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Sid Fielding wird von Rosemary Casper, der Frau eines Pferdezüchters, gebeten zu recherchieren, warum Pferde, die als zweijährige Spitzenleistungen erzielen, als dreijährige völlig versagen.
Im Laufe des Falles wird Fielding, der bei einem Reitunfall eine Hand verlor, mit seiner Vergangenheit und seinen Ängsten konfrontiert.
Ein Roman, der die Angst des Protagonisten nachvollziehbar macht.
Im Laufe des Falles wird Fielding, der bei einem Reitunfall eine Hand verlor, mit seiner Vergangenheit und seinen Ängsten konfrontiert.
Ein Roman, der die Angst des Protagonisten nachvollziehbar macht.